Patienteninfo

Was müssen Sie als gesetzlich Versicherter beachten? Wichtige Regeln der Heimittelrichtlinie

Wenn Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse (also z.B. AOK, Barmer, DAK, Heimat, IKK, KKH, Techniker oder einer BKK) versichert sind, gelten bestimmte Regeln, die Sie als Patient kennen sollten. Diese Regeln sind in der Heilmittelrichtlinie von 2011 oder im Gesetz festgelegt und für Ärzte und Physiotherapeuten bindend.

Unsere Mitarbeiter sind angewiesen, die Einhaltung dieser Regeln zu prüfen und zu beachten, da wir ansonsten die durch uns erbrachten Leistungen nicht mit den Krankenkassen abrechnen können. Wir beginnen keine Behandlungen, für die nicht eine gültige Verordnung im Sinne der Heilmittelrichtlinie vorliegt. Änderungen an einer Verordnung (Rezept) können ausschließlich durch den behandelnden Arzt vorgenommen werden und müssen durch diesen schriftlich mit Stempel und Unterschrift bestätigt werden.

Die wichtigsten Regeln für physiotherapeutische Behandlungen:

Konkretes Heilmittel:

Der behandelnde Arzt verordnet aufgrund seiner Diagnose ein bestimmtes Heilmittel (z.B. allgemeine Krankengymnastik) oder eine bestimmte Heilmittelkombination (z.B. Klassische Massagetherapie / Wärmebehandlung). Durchgeführt werden muss dann das, was verordnet ist; eine Behandlung kann nicht gegen eine andere eingetauscht werden.

Spätester Behandlungsbeginn:

Die erste Behandlung aufgrund eines Rezepts muss spätestens 14 Tage nach dem Rezeptdatum stattfinden; es sei denn, dass der Arzt auf dem Rezept einen späteren Behandlungsbeginn ausdrücklich vermerkt hat.

Behandlungsunterbrechung:

Zwischen zwei Behandlungsterminen aufgrund eines Rezepts dürfen nicht mehr als maximal 14 Tage Unterbrechung liegen.

Ausnahmeregelung hierzu: Falls Sie oder der/die Therapeut/-in wegen Krankheit oder Urlaub das Intervall von 14 Tagen nicht einhalten können; kann dies auf der Rückseite des Rezeptes vermerkt und der Abstand von 14 Tagen ausnahmsweise überschritten werden. Mehr als 4 Wochen Abstand zwischen zwei Behandlungsterminen werden in keinem Fall akzeptiert.

Zuzahlungen:

Seit 2004 verlangt der Gesetzgeber gemäß SGB V §32 von Ihnen als gesetzlich Krankenversichertem einen eigenen finanziellen Beitrag zu jeder einzelnen Heilmittelverordnung, falls Sie nicht von der Zuzahlung befreit sind. Dieser Beitrag entspricht in der Regel einem Betrag von 10,– € pro Rezept plus 10% des Abrechnungsbetrags. Dieser Betrag ist vor der ersten Behandlung in bar in der Praxis zu bezahlen, Sie bekommen eine Quittung darüber. Die Zuzahlung kann nicht mit Behandlungen verrechnet werden, sie ist in jedem Fall in bar oder per ec-/Girocard zu bezahlen.

Kurzfristige Terminabsagen:

Wir führen unsere Praxis im Bestellsystem, d.h. wir führen Behandlungen nur aufgrund fest vereinbarter Termine durch und halten einen mit Ihnen vereinbarten Termin ausschließlich für Sie frei, sodass Ihnen kaum Wartezeiten entstehen.

Wenn Sie einen mit uns vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, so müssen Sie diesen mindestens einen vollen Werktag vorher absagen. Bei einer Absage mit kürzerer Frist, gleich aus welchem Grund (Krankheit, Stau, Arbeit …)  werden wir uns bemühen, den Termin anderweitig zu vergeben, was aber nicht immer gelingt.

Den ausgefallenen Termin stellen wir Ihnen gemäß der Regelung im §615 BGB privat in Rechnung. Sie erhalten hierfür einen Ersatztermin.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir uns an diese verbindlichen Regelungen halten müssen.